40 Jahre Aarberger Bühne – Vorhang auf!
1986 begann alles im Rathauskeller in Aarberg. Mit dem Stück «E Maa im beschte Alter» wagte die Aarberger Bühne ihren ersten Auftritt – und niemand konnte damals ahnen, dass daraus eine 40-jährige Theatergeschichte entstehen würde. In den ersten Jahren hiess es: Bühne aufbauen, spielen, abbauen – und das alles im Rathauskeller.
Insgesamt 11 Stücke wurden dort aufgeführt. Elf Mal wurde der Keller zur Theaterbühne, elf Mal wurde gelacht, gespielt, improvisiert und vielleicht auch hie und da gehofft, dass wirklich niemand merkt, wenn der Text gerade nicht mehr ganz präsent war.
Aber wie das im Theater so ist: Irgendwie geht es immer weiter – und meistens sogar gut!
Dann kam das Jahr 1997. Ein Meilenstein in der Geschichte der Aarberger Bühne: Das Ensemble konnte in die eigenen Räumlichkeiten umziehen.
Endlich ein eigenes Zuhause! Keine ewige Suche mehr nach Platz für Requisiten, Kostüme und Kulis-sen. Wobei man vermutlich auch dort bald feststellen musste: Je mehr Platz man hat, desto mehr Material sammelt sich an!
Mit den eigenen Räumlichkeiten verbesserten sich natürlich auch die Möglichkeiten. Proben konn-ten stattfinden, Bühnenbilder entstehen und die Aarberger Bühne konnte sich weiterentwickeln. Aus den bescheidenen Anfängen im Rathauskeller wurde Schritt für Schritt ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Aarberg.
Gerne erinnert sich der Schreibende auch an das erste Stück in den «heiligen Hallen» der Aarberger Bühne. Mit «Blitzlicht und Hüenerdräck» wurde eine neue Ära im Bühnenbau eingeläutet.
Was damals vielleicht noch etwas zaghaft begann, entwickelte sich schon bald zu einer wahren Lei-denschaft für Bühnenbilder, Kulissen und all die kleinen Details, die eine Theateraufführung erst richtig lebendig machen.
Und wer einmal miterlebt hat, wie aus Brettern, Farbe, Schrauben und jeder Menge Improvisation eine komplette Theaterwelt entsteht, weiß: Im Bühnenbau ist fast nichts unmöglich – es braucht einfach genügend Zeit, genügend Material und jemanden, der weiß, wo die Schrauben liegen!
Da wurden ganze Baumstämme auf die Bühne geschleppt, es wurden Passarellen hoch über dem Publikum gebaut, da wurden Geister auf einer zweiten Ebene über den Kulissen zum Spielen gebracht, wie auch Drehbühnen ins Bühnenbild eingebaut.
Das erste Highlight im neuen Theater war ganz sicher "Jeder liebt Opal" im Jahre 1998. Eine hervor-ragende Darbietung des ganzen Ensembles, insbesondere der damaligen Hauptdarstellerin, notabe-ne dieselbe Darstellerin, die auch bei "Opal 2027" die Hauptrolle übernimmt.
Und heute, 40 Jahre nach der ersten Aufführung, kann der Verein mit Stolz zurückblicken: auf zahl-reiche Theaterstücke, unzählige Probestunden, viele Begegnungen, Freundschaften und natürlich auf jede Menge Lacher.
Dabei darf eines nicht vergessen werden: Ein Theaterverein funktioniert nicht nur dank der Men-schen, die vorne auf der Bühne stehen. Hinter jedem gelungenen Auftritt stehen viele fleissige Hände – beim Bühnenbau, bei Technik und Licht, in der Maske, bei den Kostümen, bei der Organi-sation und bei all den kleinen und grossen Dingen, die das Publikum meistens gar nicht sieht.
Und natürlich gibt es auch das Publikum. Denn was wäre ein Schauspieler ohne Zuschauer? Ein Mensch, der im falschen Moment laut mit sich selber spricht.
Darum gilt der Dank allen, welche die Aarberger Bühne über die vergangenen 40 Jahre begleitet, unterstützt und mit Leben erfüllt haben.
1986 begann alles mit «E Maa im beschte Alter» im Rathauskeller.
40 Jahre später ist die Aarberger Bühne zwar älter, aber hoffentlich noch lange nicht im Ruhestand!