40 Jahre Aarberger Bühne

Wenn ich an die Aarberger Bühne denke, denke ich zuerst an viele unterhaltsame Abende. Ich war schon oft im Ringmuur zu Gast. Ich habe gelacht, gestaunt und mich manchmal gefragt, woher ich die Person auf der Bühne eigentlich kenne. Denn viele der Schauspielerinnen und Schauspieler ken-ne ich auch ausserhalb des Theaters.

Und genau das macht für mich einen Teil des Charmes aus.

Da begegnet man sich im Alltag in Aarberg ganz normal. Und wenig später steht dieselbe Person auf der Bühne und spielt plötzlich einen völlig anderen Charakter. Manchmal so überzeugend, dass man sich fragt, welche Rolle nun eigentlich näher an der Wahrheit liegt …

1986 hat die Geschichte der Aarberger Bühne mit «E Maa im beschte Alter» begonnen. Seit 1996 wird im Ringmuur gespielt. Aus einem ehemaligen Kartoffelkeller ist mit viel Eigenleistung ein klei-nes Theater entstanden.

Ich finde, das passt zu Aarberg.

Nicht lange darüber reden, was man alles machen könnte. Sondern anpacken und etwas daraus machen.

40 Jahre Aarberger Bühne bedeuten deshalb für mich auch 40 Jahre freiwilliges Engagement. Hinter jedem Theaterabend stecken viele Stunden Arbeit. Proben, Texte lernen, Kulissen bauen, organisie-ren – und wohl auch die eine oder andere Diskussion, bis am Schluss alles sitzt. Als Zuschauer sieht man davon wenig. Man kommt, setzt sich hin und lässt sich unterhalten. Genau so soll es sein.

Als Gemeindepräsident weiss ich aber sehr wohl, wie wertvoll Menschen sind, die über viele Jahre ihre Freizeit einsetzen und damit anderen Freude machen. Sie tragen viel dazu bei, dass Aarberg nicht einfach ein schöner Ort ist, sondern ein lebendiger Ort.

Dafür sage ich ganz persönlich: Merci!

2027 steht nun das Jubiläumsstück «Jeder liebt Opal» auf dem Programm. Ich freue mich darauf. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich auch dieses Mal den Ringmuur mit einem Lachen verlassen werde.

Der Aarberger Bühne gratuliere ich herzlich zu ihrem 40-jährigen Bestehen. Bleibt neugierig, bleibt mit Freude dabei und behaltet euren Humor.

Denn den braucht es auf der Bühne genauso wie im richtigen Leben.

Vorhang auf für die nächsten Jahre!

Marc Moser

Gemeindepräsident Aarberg